Rückblickend betrachet war Weihnachten eine fröhliche Maske, die das Schlechte im Menschen ignoriert. Es war sinnlose Völlerei und Trägheit. Der Konsumterror setzte seit Anfang Oktober aufs Fest und wollte uns alle arm machen, mit Verspechen von Glück- und Habseligkeit. Es ging mehr um Geschenke und gezwungenen Frohsinn als ums Eigentliche. Was war das? Brüderlichkeit? Nein, das war die Französische Revolution. Liebe, Toleranz… halt solche Sachen. Und der Schnne kam auch zu spät für wirkliche Weisse Weihnacht wie immer!
Der Spiegel lädt zu einer neuen Runde außergewöhnlicher Vornamen. Darunter sogar solche Reißer wie “Abcd” und “Usnavy”. Auch in Deutschland werden die Namen immer ungewöhnlicher.
Gut dass ich bisher noch keine Kinder benennen durfte/sollte/mußte, denn erfahrungsgemäß geht meine Fantasie bei der Benennung von Dingen mit mir durch. Jedenfalls das eine Mal, und das war so…
Meine damalige Freundin hatte einen Vogel. Einen Wellensittich. Peter. Und der sollte nun, zwecks Enteinsamung, mit einem (Witwer?) anderem vereinsamten Vogel zusammen in Haft gesteckt werden. Das Zusammenleben funktonierte eigentlich gar nicht so gut, aber trotzdem sollte, nachdem Peter Heinrich aus dem Weg geschafft hatte, noch ein weiterer Kandidat rangeschafft werden. Und der war dann aus dem Geschäft. Und ohne Namen.
Ich bin kein Tierfreund, und insofern war’s mir egal, aber nach solchen Namen wie “Peter” und “Heinrich”, entschloß ich mich auch ein paar Einwürfe zu machen.
Der Vogel war blau. “Blau wir Krupp-Stahl” bezeichne ich meine eigene Augenfarbe immer. Also “Krupp”. Klingt aber wie eine Krankheit (ist auch eine, oder?). Also irgendwie anders. Krupps!
Ein “P” mehr als die Firma gleichen Namens. Und der Vorschlag wurde angenommen.
Damit hatte der Vogel also einen wenig unwürdigen Namen, den keiner verstand (”Wie heißt der? Hä? Wie?”), der dann letzten Endes voll treffend war. Denn es gibt ja auch noch Die Krupps, und die machen auch Krach.
Aufgestanden. Toilette. Computer an, E-Mails abfragen, eigenen Podcast aufgenommen, andere Podcasts gehört. Jetzt kann der Tag kommen.
Frühstück. Der Tag kommt nicht!
Ein bisschen surfen, ein Sudoku gelöst, Blogs gelesen. Prima, Andreas hat auch eine Sauklaue. Bin ich also nicht der einzige. Nun könnte der Tag dann also beginnen.
Ich versuche den Bildschirm zu hynotisieren. Der Tag kommt nicht.
Ich lade mir den heutigen Inhalt des Die-Ärzte-Adventskalenders runter und lese: “Ladet euch das PDF mit der “die ärzte WG” herunter, druckt sie auf A4-Papier aus und schneidet, falzt und klebt nach der Vorlage. (Und danach geht bitte noch ein wenig an die frische Luft und trefft euch mit Freunden,..”
Der Tag wird wohl nicht kommen. Muss ich also auf die andere Seite der Tür.
Zumindest weiß man, mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf, dass es nicht PC und Internet sind, die einen isolieren, sondern die Trägheit, die ja bekanntlich eh aller Laster Anfang ist.
Ich kann vermutlich machen was ich will, aber ohne einen ersten Eintrag, wird dieses Blog nicht zu beginnen sein.
Da ist es wohl das naheliegendste zu erwähnen, dass Titel/URL von einem Lied der besten Band der Welt geklaut sind. Aber das weiß vermutlich sowieso jeder. Was aber immer noch nicht jeder weiß ist, dass es immer “Die Ärzte” (”…wir lassen uns nicht beugen…”) heißt, also nicht etwas “das Lied Besserwisserboy ist von den Ärzten”.
Dann darf ich noch kurz aus dem Text zitieren:
[...]
Mit deinen Geistesblitzen kann man Kathedralen erhellen.
Man braucht dir noch nicht mal eine Frage zu stellen
[...]
Das muss reichen.




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