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Ich fand Pimp my Fahrrad immer total klasse. Weil’s total anders war, aber eben auch nicht. Da wird aufgemotzt, aber an dem Anti-Status-Symbol überhaupt. Schade, dass das nicht fortgeführt wurde. Jetzt noch darauf zu hoffen ist wohl sehr naiv, aber wenn man wenigstens die Folgen wiederholen würde, die es schon gibt…
Wie kann man MTV nun davon überzeugen? Und auch davon, dass man überhaupt zur Zielgruppe gehört?

Yo MTV,

ich find euch krass klasse! Ihr spiehlt die fetteste Music und habt die voll superkrassesten Moderatoren und auch die supergeilen und total süßen Moderatorinnen. Die möcht ich gerne mal treffen. Hey, ich bin auch voll cool!

Voll gerne zie ich mir Pimp My Ride rein. Hey mann, was die mit die aus diesen alten Schrottkisten bauen. Voll geschmeidig. Voll elegant! Aber die Kühe, für die die das machen, ey, voll die schwappligen Amerika-Schlampen. Oah, voll eklig! Die sollten lieber für mich was machen. Aber weil meine Eltern mir kein Auto kaufen hab ich ja kein Auto. Und die machen das ja auch nur in USA. Und ich hab auch noch gar keinen Führerschein.
Und deswegen wollt ich euch bitten, das ihr auch das mit den Fahrrädern zeigt. Wo die da aus alten Fahrrädern so neue machen. Mit diesem alten Sack als Moderator, der aussieht als hätt er in ner Mülltonne geschlafen. Pimp my bike, oder so.

Ja, das wär total fett wenn ihr das machen würded. Und wenn ihr mich was fragen wollt, dann gebt doch meine Nummer an die eeine scharfe Blonde, die kann mich dann anrufen.

Mit fetten Grüsen

Thommi

PS: Meine große Schwester sagt, das hieß Pimp my Fahrrad und der Typ Oliver Korritke.

Ob das wohl funktionieren würde?

Wenn man so auf den Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung liest, dann könnte man glatt den Eindruck gewinnen, sich auf den Straßen Berlins mit dem Fahrrad komfortabel bewegen zu können. Dass da geflunkert wird, merkt man aber auch schon ohne Ortskenntnis.

“Das Radverkehrsnetz umfasst nicht nur bauliche Radwege, sondern auch Radfahrstreifen, mitgenutzte Busspuren, Angebotsstreifen und Fahrradstraßen. Verkehrsberuhigte Zonen und Tempo-30-Zonen runden das Angebot auf den Straßen ab. Freigegebene Wege durch die Parks, die Wälder und an den Wasserläufen erhöhen die Attraktivität des Radfahrens in Berlin erheblich.” [Zitat von benannter Seite]

Sich mit Bussen eine Spur zu teilen, gehört wohl eher in die Kategorie “Albtraum”. “Verkehrsberuhigte Zonen” bedeuten auch für Radler: Schritttempo! Fußgänger und spielende Kinder haben den absoluten Vorrang!
Auch in (den meist sehr schlanken) Tempo-30-Zonen fühle ich mich nicht gerade wohl. Denn da überholt zu werden, gehört wohl mit zu den Abenteuern des Alltags. Ich denke, viele werden das ähnlich sehen.
Und zu den “freigegebenen Wegen durch Parks” fällt mir spontan die Baustelle gegenüber ein. Ein riesiges Gelände, das gerade für die Naherholung umgebaut wird. Viel Grünfläche. Viel Platz. Wege, auf denen keine zwei Kinderwagen aneinander vorbeipassen. Man braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um zu vermuten, dass hier das Radfahren nicht erlaubt sein wird. Und wie geschrieben: Alles neu angepflanzt, angelegt und gebaut. Aber eben nicht für Radler!

Aber ich will den Guten Willen nicht ungesehen lassen. So gibt es z.B. auch ein 10-Punkte-Programm zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Ich hätte da einfach nur zwei Sachen, mit denen ich mich an die Autofahrer wenden würde.
1. Es gibt zwar keinen konkret festgelegten “ausreichenden Sicherheitsabstand”, aber man pendelt sich da vom Verständnis bei 1,5 - 2 Metern ein. Ein Brötchen misst keine 1,5 Meter. Genauso wenig wie ein Brot, ein kleines Baguette oder selbst ein großes Baguette. Die meisten modernen Zimmertüren messen so ungefähr 2 Meter in der Höhe. Drei Viertel davon sind 1,5 Meter!
2. Beim Rechtsabbiegen haben Radfahrer und Fußgänger Vorrang (Vorfahrt). Um den zu gewähren muss man kucken (z.B. rechts über die Schulter durch die Seitenscheiben).

Ein Punkt, auf den man bei der Gestaltung des Radler-Paradieses wohl auch nicht geachtet hat, sind die “Parkplätze”. Aber vielleicht gilt hier: Gleiches Recht für alle! Die Autofahrer haben keine Abstellplätze, also bekommen Radfahrer auch keine. Jedenfalls wurden im Hauptstadtblog Hinweise darauf gefunden.

Andere Hinweise, wie z.B. den auf den Europäischen Tag des Fahrrads am 03.06., oder auf Aktionen, wie Einkaufen mit dem Rad, findet man beim CruiserKing.
So kann man sich dann nach der stressigen Fahrt durch die Stadt, der Todesnähe und der sportlichen Betätigung inmitten der Abgase, zumindest im Internet dem Radler-Paradies hingeben.

Und wer sich an mich als der, der sowieso immer nur im Wald und zu sportlichen Zwecken Rad fährt, erinnert, sei auf den neuesten Stand gebracht. Ja, ich benutze das Rad jetzt desöfteren auch als Fortbewegungsmittel.

…ist die Mutter der Porzellankiste.
Hier hat hat jemand wirklich Angst um sein Fahrrad gehabt.

[entdeckt bei BoingBoing]

In der Radzeit 05/2006 habe ich gerade gestern erst (”erst” trifft es wohl ganz gut) einen Artikel (Der Siegfried-Faktor; S.22ff) über Fahrradhelme und deren Sinn gelesen. Positiv an dem Artikel aufgefallen ist schon mal, dass, obwohl Statistiken angeführt wurden, auch darauf hingewiesen war, dass Statistiken oft wenig Aussagekraft haben und damit zu falschen Ergebnissen/Rückschlüssen führen. Soweit zur Ehrlichkeit.
Dann wäre da aber auch noch die Verbindung, die ich zu meiner vorgestrigen Erfahrung (letzter Absatz) entdeckt habe. Der Artikel erzählt von Helmträgern, an denen die Autos wesentlich dichter vorbeifahren und ich von mir als Westenträger, der auf einmal mehr Platz auf der Straße hat. Oder aufgeschlüsselt: Der Autofahrer sieht einen Helm, denkt an Sicherheit (”Da ist alles in Ordnung. Keine Gefahr!”) und fährt rücksichtslos und verkehrsgefährdend dicht am Radler vorbei, bzw. er sieht die neongelbe Warnfarbe der Weste, denkt an Gefahr (”Oh-oh! Da muss ich vorsichtig sein.”) und hält (vielleicht nur zum Schutz des Lacks) einen größeren Abstand.

Und was nehme ich davon jetzt mit?
1. Meine Abneigung gegen Helme im Straßenverkehr ist vielleicht gar nicht so verkehrt.
2. Man muss sich den Verkehrsteilnehmern als eine Gefahr für ihr Fahrzeug darstellen, um sich sicher bewegen und auf Aufmerksamkeit hoffen zu können.
3. Würden mehr Autofahrer ihren Verstand benutzen, statt nur übers Rückenmark auf grelle Farben zu reagieren, wäre der Straßenverkehr sicherer und fließender.

Nochwas?
Bei dem Sturm heute würde ich zum Radfahren einen Helm aufsetzen. Genauso wenn ich auch ohne Sturm mit dem Rad durchs Gehölz tobe. Mein Helm dient einzig und allein zum Schutz vor Holz ;-)

Die Operation 20 betreffend, bin ich seit dem letzten Monat besonders das Thema Bewegung wieder etwas intensiver angegangen. Bei jeder Gelegenheit auf Motorkraft zu verzichten war keine ausreichende Maßnahme, und deswegen habe ich mir eine gesunde Menge Sport verschrieben.
Jede Bewegung hier zu posten, war ich aber schon im letzten Jahr müde, und notiere diese Daten für mich und zur Kontrolle jetzt in der Trainingsverwaltung der Internet Bike Community. Sehr schön und übersichtlich hat man da alles im Überblick und kann sich auch balken- und tortendiagammsche Auswertungen anzeigen lassen.

Die 20 Kilometer heute wären fast zum Motivationskiller geworden. Man kennt das ja: Irgendwelche Spielereien versüßen einem nutzlos das Leben, und wenn man die Spielerei dann wirklich mal braucht, versagt sie den ordnungsgemäßen Dienst. Alles was ich dieses Jahr an Sport getrieben habe, galt dem reinen Vergnügen. Und immer hat der Pulsmesser tadellos funktioniert. Heute schreibe ich mir eine Runde Training GA1 in den Plan. Und was brauche ich natürlich dafür? Richtig! Den Pulsmesser. Und wer spuckt nur alle 15 Sekunden mal kurz einen Wert aus? Richtig! Der Pulsmesser. Auf diese Art und Weise seinen Puls zu verfolgen ist nicht gerade eine Freude. Und dass das Teil zu Hause wieder normal funktionierte, läßt mich auch nicht freudetanzen. Wenigstens hat mich unterwegs der Regen ein bisschen ablenken können…
Grund zur Freude war dann aber, dass ich, ohne den Trainingsbereich zu verlassen, eine Durchschnitt von gut 19 km/h geschafft habe. Das sah letzten Monat noch ganz anders aus.

Ach, und die Warnweste, die ich irgendwann mal empfahl, scheint ihren Dienst auch zu tun. Ich hatte auf den Straßenabschnitten noch nie soviel Platz. Es scheint als müsse man die Autofahrer tatsächlich erst darauf hinweisen, dass man weder bedrängt noch überfahren werden möchte.

Ja, es gibt auch Videopodcasts. Quasi ein alternativ und on-demand Fernsehen. Ich nutze das nicht so ausgiebig und habe auch keinen guten Überblick. Podcasts höre ich meistens unterwegs, und selbst wenn ich ein Gerät zur mobilen Betrachtung hätte, würde ich es nicht tun. Also wird nur zu Hause gekuckt, und da ist es vorm Rechner nicht so bequem. Und so bin ich bei den abonnierten Videopodcasts mit dem Konsumieren am weitesten zurück.

Der Bike-TV Podcast erscheint wöchentlich, ist in letzter Zeit nicht einmal 15 Minuten lang und zählt 14 ungesehene Folgen in meinem iTunes. Trotzdem: für Fahrradinteressierte ist dieser Podcast kurzweilig. Fahrräder (hauptsächlich MTB und Rennrad) im Tracktest, Teile, Wartungsworkshops, Events (wie Messen und Rennen) und jedesmal ein kleines Gewinnspiel können die Zeit vertreiben. Die Moderatorin zerrt (zehren tut sie noch nicht) allerdings ein bisschen an meinen Nerven. Des Österreichischen unmächtig, weiß ich allerdings nicht, ob’s an ihr oder vielleicht der Sprache liegt. @alle Österreicher: nicht böse sein ;-)
Feeds gibt es gleich drei, aber ich verrate Euch nur den für hohe Qualität und zu Hause: http://www.bike-tv.at/podcast.xml

Dann habe ich noch den Four Music, Yo Mama, Fine, Nesola & BPX 1992 Podcast abonniert. Hier wird man schlicht über die Künstler und die Musik der entsprechenden Labels informiert. So gab es z.B. schon Interviews mit Bela B. oder Joy Denalane, Videoausschnitte oder auch ganze Musikvideos. Das ganze erscheint einmal im Monat. Der Feed: http://www.fourmusic.com/podcast/podcast.xml

Da ich es nicht weiß, kann ja mal jemand in die Kommentare schreiben, ob man denn mit allen Podcatchern problemlos auch Videopodcasts empfangen kann. Ich nutze ja iTunes, und dem Button bei Fourmusic nach, sollte auch Juice dazu in der Lage sein. Was ist mit den anderen?

Die Tour durch Kladow kenne ich seit ich klein war. Allerdings damals noch mit dem Automobil. Heute aber (und vorher auch schon öfter) mit dem Fahrrad. Als weitere Änderung gegenüber früher kommt hinzu, dass man sich nicht mehr die Ellenbogen an der Mauer wund schleift, weil die bekanntermaßen ja entsorgt ist. Außer einem kleinen Stück, durch dass ich sogar einen Blick wagte.

ein stueck mauer
ein Blick von Ost nach West (und tatsächlich haben die Grenzer auch die andere Seite beschmiert ;-))

Dies Stück kann man bewundern, wenn man die Potsdamer Chaussee gerade hinter sich gebracht hat und dann hinter dem Glienicker See weiterfahren will.
Am Ende des Glienicker Sees wird’s dann spannend, weil man ohne Karte seinen Orientierungssinn braucht um die richtige Richtung einzuschlagen. Zurück nach Kladow war mehr links als ich gedacht hätte, passte dann letztendlich aber doch.

An der Imchenallee kann man dann mal verschnaufen und sich abkühlen.

imchen-erfrischung
Der Rasensprenger schenkte mir Erfrischung und eine ziemlich nasse Hose

Je nachdem ob man zurück rasen oder schleichen will, fährt man entweder wieder zurück nach oben zur Straße oder versucht sein Glück entlang der Uferpromenade. Die Promenade hat natürlich den Reiz des Wasser und bietet bessere Chancen Fußgänger zu erschrecken. Heute bei der Hitze roch es außerdem überall nach gebratenem Speck ;-)
Irgendwann kommt man dann wieder zur Heerstraße und hat den Kreis fast geschlossen.

Insgesamt hat diese Tour mir die Möglichkeit gegeben “Fit für kurze Touren” abzuhaken. Kein jammernder Hintern, keine Erschöpfung. So weit - so fit.
Gut, die Durchschnittsgeschwindigkeit reißt niemanden vom Hocker, aber in der sengenden Mittagshitze ist ankommen und überleben das Premierziel.

36,6 km
2:20 h
15,7 km/h
126 bpm

Immer wenn ich auf die Waage steige und mich dann vorbeugen muss, um die Anzeige zu erkennen, fällt mir wieder ein, wie gerne ich doch früher Mountainbike gefahren bin. Und ich denke, dass ich mal wieder fahren sollte. Ich hatte nie aufgehört. Ich habe dem nie abgeschworen. Ich bin einfach irgendwann nicht mehr gefahren. Warum also nicht mal wieder auf den alten Drahtesel steigen?
Dann kommt aber schnell ein Ablenkungsgedanke. Zum Beispiel sowas wie: Ist das mit dem Bauch eine Schutzfunktion des Körpers, die verhindern soll, dass man die Anzeige und damit das elendlich hohe Gewicht sofort und ohne Vorwarnung sieht? Beugt der Bauch also gegen Traumata vor? Und mit dem Gedanken im Kopf wird’s dann wieder nichts mit der Bewegung.

Woher kommt eigentlich die Unmotiviertheit? An Ausreden ist man (denn ich bin bestimmt nicht der einzige) ja generell nicht verlegen. Besonders dieses Jahr war es extrem einfach einen Grund zu finden. Erst war es zu kalt, dann zu glatt, als nächstes zu matschig, und dann war’s einfach zu ungemütlich/regnerisch. Dank des brachialen Übergangs von Winter zu Hochsommer konnte man danach auch gleich wieder Kreislaufgefährdung durch Sport bei exrem hohen Temperaturen vorschieben. Und gerade der letzte Punkt ist ja ein richtiges Argument. Jedenfalls bei mir.

Ich blicke zurück. Sommer 2002. Ich fahre mit Kind und Kegel ins Hochsauerland zum Radsportvergnügen. Kind und Kegel bleiben sich selbst überlassen, und ich genieße mit meiner Freundin die Touren der Bike Arena Sauerland. Das war Spaß pur und hier (aus meinem kleinen kaeskesplace-Archiv) gibt’s sogar noch meine Eindrücke von diesem Urlaub. Und einen Teil der Endbemerkung habe ich auch wahr gemacht, denn im Herbst waren wir dann gleich nochmal da. Beide Trips waren echt super und das trotz des verregneten Wetters (im Sommer hat’s immer nachts geregnet und im Herbst generell, so dass man immer aussah wie Sau).

Nach soviel Spaß war die Fitness und die Sucht nach mehr natürlich groß. Aber auch mit Grunewald ist Berlin nicht mal ein Trostpflaster, denn um dahin zu kommen, muss man schon hunderten (oder vielleicht sogar noch mehr) Autos die Gelegenheit geben einen zu überfahren. No Risk no fun! Mal anders interpretiert.
Der Fitnesslevel sinkt und damit auch immer mehr der Spaß, wenn man trotzdem mal fährt. Bäh! Alles Scheiße!

So kann man sich durch einen Urlaub sein ganzes Hobby versauen.

Gestern bin ich mit dem Race-Bike ein bisschen rumgefahren, und heute habe ich damit ein bisschen Sport getrieben. Keine Pulsuhr. Kein Plan. Den Tacho nur um die Zeit zu zählen (eine Stunde sollte es schon sein). Vielleicht komm’ ich ja wieder rein. Die optimale Gelegenheit 20 kg loszuwerden. Keine Diät! Nur Sport!

Aber meine Daten zum Verfolgen (hauptsächlich für mich selbst):
1:12 h
19,4 km
16,2 km/h
91,3 kg (ich habe auch unvernünftiger Weise noch nichts gegessen)

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