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…eine kleine Radtour durch Henningsdorf und Schönwalde über diverse Rad-/Radwander- und normale Wanderwege. Und da bleibt die Kamera natürlich nicht zu Hause.


Da merkt man mal wieder meine Sehschwäche: Es war natürlich ein Radfahrer und keine -in.

Ich verlinke mal nicht zum ADFC, weil man sich dort höchstens verläuft, sondern zum Original aus den Staaten: http://www.ghostbikes.org/

Auch wenn ihr lange nichts davon gehört habt, geht der Umbau meines alten Mountainbikes zum Cruiser weiter. Nicht wirklich schnell - zugegeben!
Und nachdem ich letztes Jahr damit nur gefahren bin und nichts verändert habe, war es nun ja auch höchste Zeit weiterzumachen. Und zwar mit dem Sattel. Und das auch gerade noch zum richtigen Zeitpunkt. Denn obwohl ich sonst nicht zu den Markenfetischisten gehöre, wollte ich unbedingt einen Sattel von Brooks. Und genau die haben gerade drastisch ihre Preise erhöht. Bei meinem (neuen) Fahrradhändler des Vertrauens ist die Erhöhung aber bezüglich meines Wunschmodells noch nicht angekommen gewesen. Glück gehabt also!
Und hier ist er nun:

Man kann nicht viel erkennen? Dann gibt’s ein anderes Mal mehr Fotos (oder wieder ein Video) vom derzeitigen Stand des Cruisers.

Massenhaft war ein wundervoll offenes Thema. Da kann man viel machen. Da kann man fast alles machen. Zunächst ist mir mal beim Übersetzen (mach ich fast immer, um noch flexibler bei der Auslegung zu sein) aufgefallen, dass das französische “en masse” tatsächlich viel, viel besser klingt. Das erste mal, dass ich Menschen verstehe, die behaupten, das Französische würde so schön klingen. Aber ich schweife ab…
Wenn man Massen fotografieren will, achtet man wahrscheinlich schon zwangsweise auf Wiederholungen von Mustern u. ä. Aber wenn man das so macht, wieviel ist dann massenhaft? Sind fünf Balkone übereinander massenhaft? Nein! Autos hätte es ja genug gegeben, aber leider nicht sehr fotogen vor meiner Linse. Dann kam mir heute (ist ja auch Sonntag) dieser Fahrradständer vor den Apparat. Und weil es immer viel zu wenig “Parkplätze” gibt, fängt diesbezüglich “massenhaft” bestimmt schon bei dreien oder vieren an… ;-)

Bei so einem Thema will man sich als Zweiradnarr natürlich nicht lumpen lassen. Allerdings wollte ich auch nichts erzwingen, oder gar auf die ultimative Suche gehen. So kam mir letzte Woche beim Spaziergang zur Packstation der Zufall zur Hilfe. Einzig die Kamera zur Dokumentation fehlte. Das habe ich aber heute nachgeholt.
Stolz bin ich allerdings nicht auf das Foto. Das ist also der Unterschied zwischen einen Foto von einem interessanten Ding und einem interessanten Foto von einem Ding… Naja, das Foto (oder die Lichtverhältnisse darauf) waren so schlecht, dass ich diesmal auch ordentlich was an den Farbreglern gedreht habe. Bleibt zu hoffen, dass das jetzt auf Euren Bildschirmen ähnlich aussieht wie auf meinem Monitor…

Ich erinnere mich gerade an ein Damithätteichjetztnichtgerechnet-Erlebnis aus meiner Jugend. Und weil das ein typischer Fall von gutgemeint und schiefgegangen war, muss ich die Geschichte unbedingt erzählen.

Es gab da mal eine (sehr) kurze Phase, in der es durchaus auch schick war, die effektivsten Bremsen am Fahrrad zu haben. Und da war ich auch gar nicht schlecht. Die Kombination von Mittelzugbremsen, Alulaufrädern und Schwalbe-Marathon-Reifen brachten mein “Rennrad” wenn nötig mit einem fetten Schmatzen zum Stehen und boten einem unaufmerksamen Fahrer auch gleich den Abstieg über den Lenker an.
Pflege und Wartung waren zur Erhaltung dieses Effekts selbstverständlich. Und wenn man es übertreiben will, kann man natürlich auch einfach mal die Bowdenzüge auswechseln, bevor sie irgendwelche Verschleißerscheinungen aufweisen. Und so habe ich das dann gemacht. Um den finanziellen Aufwand gering zu halten (schließlich war das ja alles gar nicht wirklich nötig), habe ich günstigen Ersatz bei Hertie gekauft. Den Preis weiss ich nicht mehr. Aber es waren DM und heute würde man dafür im Restaurant keine kleine Cola mehr bekommen.
Beim Werkeln dann werde ich mich wohl (wie immer) darüber aufgeregt haben, keinen scharfen Seitenschneider zur Verfügung gehabtzuhaben und war dann letztendlich bestimmt zufrieden, als ich endlich wieder alles am Laufen (oder besser: Bremsen) hatte.
Und als ich dann irgendwann danach mit meinem Schmuckstück unterwegs war, bin ich ungebremst und flott bis kurz vor eine Ampel gefahren (wer kann, der kann) und leitete dann im letzten Moment die Bremsung ein. Gewicht ein bisschen nach hinten (um den Überschlag zu vermeiden) und dann ordenlich an beiden Bremshebeln gezogen…

…………tsinggg……..tsinggg………

Gerne hätte ich ein Foto von meinem Gesicht in diesem Augenblick gehabt: Das erste Mal im Leben auf einem Fahrzeug, das sich nicht auf übliche Art und Weise stoppen läßt.
Das Glück ist mit den Tüchtigen ;-) Es war keine Kreuzung, sondern so ein T-Stück, bei dem man sich als Radfahrer sowieso immer fragt, ob und warum man da überhaupt halten soll. Fußgänger waren nur mäßig gesät und so schoß ich dann über die rote Ampel und kam halt später irgendwann zum Stehen. Ohne Schäden anzurichten. Nur die Bowdenzügen baumelten - jeweils am Nippel abgerissen - lose am Rad.

Tja, heute habe ich nichts mehr für unnötige Reparaturen übrig, gebe für wichtige (und belastete) Teile lieber etwas mehr aus und rolle immer ganz gemächlich an rote Ampeln heran.
Ob das also ein Schlüsselerlebnis war?

Ja, da waren doch noch diese mistigen, kleinen Arbeiten auszuführen. Also wird heute der Bowdenzug der (Cantilever-)Vorderradbremse ausgetauscht und der Spacer für den Vorbau nachgereicht. Auch das muss erledigt werden und verbraucht sogar viel Videozeit. In Wirklichkeit war das recht schnell erledigt. Aber seht’s euch selbst an…

Zeit fürs erste neue Teil!

Weil ich selbst nun immer noch nicht soweit bin, dass ich den zweiten Teil meines Umbaus am Fahrrad (wo es dann auch endlich los geht) online stellen kann, gönne ich euch ein kleines Zwischenspiel. Hier könnt ihr, nach einer kurzen Geschichte des Fahrrads, mal sehen, was es denn überhaupt so für Cruiser gibt, und wie leicht es auch sein kann, einen zu bauen. Etwas, was meiner Vorstellung nahe kommt, war übrigens nicht dabei.
Das Video ist perfekt für Leute, die sich nicht lange aufs Zuhören konzentrieren können ;-)

[gesehen beim CruiserKing]

Das Aufregendste an diesem Video war wohl die Herstellung. Ein Skript hätte beim Aufnehmen geholfen, und ein bisschen Ahnung von Codecs und Internetvideoformaten beim Rendern. Das ist nun das, was daraus geworden ist. Und fürs erste Mal ist es dann auch in Ordnung.

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