Ich gehöre zu den Werbeverseuchten, die tatsächlich glauben, dass man ohne Pulsuhr (die Hersteller sagen lieber: Pulscomputer) kein gutes Fitnesstraining machen kann. Zuviel Fit for Fun gelesen, zuviele Fitnesstipps aus diversen Bikezeitschriften verinnerlicht. Und dann auch noch technikvernarrt. Keine Chance für mich. Also habe ich natürlich eine Pulsuhr. Und zwei noch davor. Hier ein bisschen Erfahrung:
Meine erste Pulsuhr war die Sigma PC6 (gibt’s nicht mehr). Die macht genau das, was man auch wirklich braucht. Sie zeigt den Puls an und gibt einem die Möglichkeit in einem selbstdefinierten Trainingsbereich zu trainieren und beim verlassen “gewarnt” zu werden. Das ist es. Die Bedienung ist natürlich bei sowenig Funktionen einfach.
Weil ich in der Bike Arena Sauerland einen Höhenmesser haben wollte, habe ich mir dann von CicloSport den HAC3 gekauft. Die Funtionenvielfalt ist schon um einiges größer. Zwei Trainingsbereiche sind definierbar. Auf dem Display lassen sich gleichzeitig zwei verschiedene Werte anzeigen (also z.B. Herzfrequenz und aktuelle Höhe). Das allerdings nicht frei kombinierbar. Dann kann man sich Durchschnittswerte, Tageshöhenmeter und noch vieles mehr zeigen lassen. Nicht schlecht. Schlecht sind allerdings die Köpfe. Um ein Training (und damit die Aufzeichnung für berechnete Werte) zu starten, muss man gleichzeichtig zwei Knöpfe drücken und hoffen das es losgeht. Beim ersten Mal hat das nie(!) geklappt. Das hat einen sehr hohen Nervfaktor. Dann die Tatsache, dass ich einen Knopf einfach so verloren habe (ohne Crash und alles). Und das Schlimmste: Auch auf mehrere Anfragen (wegen dem Knopf) bei CicloSport habe ich keine Antwort bekommen. Mein persönliches Fazit: Für mich keine Geräte mehr von diesem Hersteller, aber wer’s wagen will…
Meine aktuelle Pulsuhr ist wieder von Sigma: PC15. Frisch am Samstag gekauft ist sie natürlich mein “Liebstes”. Die Menüs wirken erst als würden sie einem einiges abverlangen, aber wenn man sich einmal alles in Ruhe angeschaut hat, dann ist man dank Volltextanzeige auch unterwegs sofort Gutfreund. Nach Eingabe der persönlichen Daten berechnet die Uhr drei Trainingszonen, deren Eckwerte man aber auch manuell verstellen kann. Diverse Durchschnittswerte, wielange wurde in welchen Trainingsbereich trainiert, verbrannte Kalorien (finde ich zwar witzig, kann ich aber kaum glauben; wie soll das gehen?), Rundenzähler und noch mehr. Ich bin zufrieden und für die Höhenfunktion muss ich mir dann irgendwann mal einen anderen Tacho kaufen.
Nachtrag am 19.07.06: In der Fit for Fun 08/06 ist die Sigma Testsieger bei den Einsteiger-Pulsmessern geworden.
Das Trainig heute war dann aber trotzdem nicht auf den Puls fixiert, sondern auf die Zeit. Zwei Stunden sollten es doch endlich mal sein. Und heute war auch Zeit und genug Lust dafür vorhanden. Die ersten 40 Minuten im Wald waren sehr erhebend und schnell vergangen. Dann 20 Minuten Asphalt auf dem Todesstreifen. Ein bisschen mehr Tempo, aber der Puls blieb. Super! Noch ein bisschen aufdrehen (ein bisschen Spaß muss sein) und zurück in den Wald. Den Spaß hätte ich allerdings knicken sollen. Mit müden Beinen war die nächste Stunde schon sehr zäh. Und weil der Wald so klein ist, musste ich ihn auch noch mehrmals durchkreuzen. Das war dann kein Spaß mehr.
Dann war auch mal wieder Probewiegen. Aha, dem Ziel ein wenig entrückt(!). Macht Sport dick? Na gut, egal. Aber nächste Woche will ich auch auf der Waage Ergebnisse sehen.
2:02 h
135 bmp
36,0 km
17,8 km/h
91,7 kg




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