Die vierte Macht

medien

Wieder habe ich ein ganze Stunde damit verbracht letztendlich keinen Podcast aufgenommen zu haben. Schade für Euch. Diese Woche wird’s dann wohl auch keinen geben. Keine Zeit!

Vielleicht möchtet ihr zur Ablenkung dann wenigstens ein bisschen SZ lesen: ein Interview mit Roger Willemsen.

Habe gerade (nach drei Aufnahmen) festgestellt, dass man für so eine “Meldung” nicht unbedingt eine Podcastfolge aufnehmen muss.
Die Galore gibt’s nicht mehr als gedrucktes Magazin. Dafür nun aber online. Jeden Werktag ein neues und alle bisherigen Interviews zum kostenlosen Lesen.
Ich find’s gut. Wer will sich wegen einem Interview schon 100 Seiten Magazin kaufen..?

das Wetter, Europa und die Zeitschriftenlandschaft

Gestern hat man mir erzählt es gäbe im Spandauer Forst Kreuzottern. Aber wer glaubt schon seiner Mutter? Besser wäre es in diesem Fall, denn es sind noch andere der Ansicht.
Und es ist auch mal wieder nett anzusehen, wie unterschiedlich mit so einem Thema bei der Presse umgegangen wird.

Die taz berichtet.
Die BILD berichtet.

Es gibt bestimmt Menschen, die denken, das Geld ist weg, wenn sie es ausgegeben haben. Irgendwie ist es das ja auch. Denn ist es ist schließlich nicht mehr da. Jedenfalls nicht da, wo es am dringensten gebraucht wird: in der eigenen Tasche. Aber es verschwindet nicht wirklich, sondern wechselt nur seinen Besitzer. Und oftmals gerät es in unheilvolle Hände.

Aber bevor ich noch völlig abschweife, kommt hier der Lesebefehl:
Judith Holofernes als BILDbloggerin

Ja, so ist das mit der Statistik…

http://www.bildblog.de/2514/schiess-doch 

Sowas passiert, wenn man mal eben schnell, schnell Fotos für einen Artikel aus dem Internet sucht und eine Landmine nicht von einem Landmine unterscheiden kann.

[gesehen im Hauptstadtblog]

Bevor ich irgendetwas kaufe, versuche ich meistens mich gut und bei verschiedenen Quellen zu informieren. Manchmal kaufe ich dann aber auch spontan. Und nicht nur manchmal mache ich das bei Produkten wie z.B. Lebensmitteln. Für Testsiegel bin ich bei solchen Kaufentscheidungen immer dankbar. Offenbar ein Fehler. Aber lest selbst:
Krieg zwischen Stiftung Warentest und Öko-Test (Welt Online)

Ich lasse selten eine Gelegenheit aus zu erwähnen, wie unglaubwürdig das Fernsehen für mich ist. In Bildern lassen sich Unwahrheiten am besten verbreiten, denn das Gesehene ist für viele so furchtbar authentisch. Aber Schnitte und die Trennung von Bild und Ton sind nunmal prima für Manipulationen geeignet.
Aber auch Gelesenes hat offenbar nicht immer mit der Wahrheit zu tun. Das beweist mir heute die WeltOnline in Knut Süß und das Comedy-Prekariat. Hätte ich Harald Schmidt gestern nicht gesehen, würde ich jetzt denken: “Prima, nichts verpasst.” Aber den Gedanken brauche ich wohl in Zukunft nicht zu hegen. Der Artikel hat nur wenig mit der Sendung von gestern zu tun.
Und da frage ich mich dann auch, warum solche Artikel überhaupt geschrieben werden. Selbst wenn alles stimmen würde, wäre hier weder Unterhaltungs- noch Informationswert zu finden. Ist ja auch logisch: Late Night Shows beschäftigen sich mit dem Tagesgeschehen, nicht umgekehrt. Was soll Schmidt denn heute bringen, wenn das Tagesthema von heute seine Sendung von gestern war?

Vielleicht noch drei Tipps für den Autor:
1. Witze werden nicht besser, wenn man sie falsch oder schlecht nacherzählt.
2. Ehrensenf kann man sich im Internet (wenn man da überhaupt reinkommt) tatsächlich auch ankucken. Die fünf (nicht 15) Minuten wären vielleicht noch Zeit gewesen.
3. Wenn jemand erzählt, was er sie für Jobangebote hat, und dass er sie noch nicht wüßte, in welche Richtung es weitergeht, klingt das nicht für jeden nach Bettelei um einen anderen Job.

Die neue Welt

Wer bei Welt.de seine E-Mail-Adresse hinterlassen hat, um informiert zu werden, wenn die “Welt” denn noch schöner und besser ist, hat - wie ich - vielleicht noch gar keine Benachrichtigung bekommen. Ist bei regelmäßigen Besuchen ja auch gar nicht nötig. Aber ich habe die Info aus dem Hauptstadtblog. Mal sehen, wann die neue “Welt Online” Bescheid gibt, dass es sie jetzt gibt.

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Nachtrag (10:33 Uhr): Chefredakteur Christoph Keese klärt uns mit Willkommensgruß über des neue Konzept auf. Und hier haben wir wohl den wichtigsten Absatz des Textes:

„Online first“ lautet unser Motto. Die Redaktion glaubt an die Zukunft des Internets. Jeder Artikel erscheint online, sobald er fertig geschrieben ist. Dutzende von Beiträgen pro Tag werden exklusiv für Online produziert. Als Online-Leser bekommen Sie das gesamte Angebot kostenlos auf den Schirm. Auch das Archiv ist und bleibt kostenlos – eine ausgezeichnete Recherchemöglichkeit, deren Qualität bei vielen Anwendungsfällen die Ergebnisse von Suchmaschinen schlägt.

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Nachtrag (10:40 Uhr): Die Welt schickt mir die E-Mail mit der Benachrichtigung über die Neuerungen.

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