Egal in was für einen Buchladen man gerät, es ist immer eine Qual.
Im Normalfall läuft das so: Man geht so vor sich hin und sieht einen Buchenladen. Dann denkt man, “hmmm (ein begeistertes ‘hmmm’ so wie in ‘hmmm, lecker’) ein Buchladen.” Natürlich geht man dann auch rein, und natürlich kauft man dann auch ein Buch. Und das Ende vom Lied ist, dass wieder ein ungelesenes Buch mehr im Regal davon zeugt, dass man viel mehr Zeit mit Lesen verbringen müßte (statt z.B. im Internet rumzustrolchen).
Im zweiten Fall denkt man, “hmm (diesmal mit Skepsis im Hinterkopf) eine Wolthatsche Buchhandlung.” Hinein geht man dann trotzdem. Und da sind sie dann. Gestapelt, verwühlt, gedemütigt. Bücher vom Grabbeltisch. Man glaubt es kaum. Angeekelt versucht man den Blick abzuwenden, aber überall sieht man nur misshandelte Bücher. Sie scheinen zu flehen, “nimm mich mit und verbrenn’ mich meinetwegen, aber nimm mich mit!” Das Elend ist zuviel. Kein Buch wird gerettet und man steht wieder draußen auf der Straße, aber diesmal mit dem bedrückenden Gefühl, dass in dieser Welt etwas furchtbar falsch läuft.




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