Eine ehemalige Mitschülerin hat’s angedroht und wahrgemacht: Wir machen dieses Jahr ein Klassentreffen. Und tatsächlich wird es noch vor dem Sommer so weit sein. Sie hat am Wochenende die Einladungen rausgeschickt und mit einem Detail gleich noch für die passende Schockwirkung gesorgt: [...] wir uns nach 21 Jahren endlich[...]
21 Jahre sind mehr als wir uns damals vorgestellt hatten alt werden zu können. Und da kommt jetzt noch das drauf, was wir bis dahin schon verlebt hatten. Auweia! Vielleicht sollten wir ehemaligen Grundschüler lieber in einem Wellness-Center statt in der Kneipe feiern. Und wenn nicht, dann doch wenigstens in der Nähe einer Notaufnahme (tatsächlich ist die nur ein paar Ampeln entfernt).
Schulgeschichten konnte ich aber auch dieses Wochenende schon hören. Berufsschulgeschichten. Was die Meinung der Schüler über die Fähigkeiten der Lehrer angeht, hat sich in den letzten Jahren wohl nichts geändert. Insbesondere dann wenn es um den Bereich Datenverarbeitung/Informationsverarbeitung geht. Ich kann mich da an keine kompetente Ausbildungskraft erinnern. Und wenn es heute noch Lehrer gibt, die nicht wissen was ein .mp3 ist, dann ist das fachlich zwar (fast) egal, läßt aber keine guten Rückschlüsse auf die Motivation der Lehrkraft zu.
Ich möchte hier noch kurz die peinlichste Aktion einer Lehrkraft (Referendarin) von der Berufsschule niederschreiben.
Voll im Thema schreibt Frau F. ein “meißt” an die Tafel (das ist für eine Lehrerin schon peinlich, oder?). Ich bin erst verunsichert, mir dann aber meiner Sache völlig sicher und bitte sie diesen Flüchtigkeitsfehler zu verbessern korrigieren, bevor sich das noch jemand falsch abschaue. Statt meinen gutgemeinten und sensibel vorgetragen Rat zu befolgen, wird sie laut und beharrt offenbar auf Paragraph 1 (Der Lehrer hat immer Recht). Ich gehe nochmal in mich (Paragraph 2: Wenn der Lehrer Unrecht hat, tritt Paragraph 1 in Kraft) und entscheide mich gegen das geltende Recht, um meine Mitschüler vor falscher Rechtschreibung zu bewahren. Doch Frau F. beharrt weiter (peinlich) auf ihrem Wissen und verbietet jede weitere Diskussion.
Für mich und die Mitschüler ist das jetzt egal, denn sie haben mitbekommen, dass ich mir sicher bin und geben meinem Wissen, weil ich (völlig zu unrecht, übrigens) als Streber bekannt bin, den Vorrang.
Die dritte Peinlichkeit kommt dann natürlich in der nächsten Stunde, in der sie sich lächelnd und lachend für ihren Fehler entschuldigt und die Sache mit dem “meist” nochmal klarstellt.
Und was lernen wir daraus? Dass Referendare noch lernfähig sind, denn ein ausgewachsener Lehrer hätte 1. später nicht nochmal im Duden nachgeschaut und 2. seinen Fehler niemals zugegeben.
Alle Fehler in diesem Beitrag sind übrigens Absicht, damit sich Frau F., falls sie hier lesen sollte, nicht so schlecht fühlen muss.
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1. March 2006 at 10:43
Alexandra Backhaus
Hallo Thomas!
Hier ist die “alte” Grundschulmitschülerin Sandy (ehemals Alexandra Treff).
21 Jahre sind wirklich krass, aber wenn ich uns so anschaue, haben wir uns trotzdem gut gehalten…Zwar ein paar Kilo mehr, aber das wir schon so lange aus der Grundschule raus sind,sieht man uns ehrlich nicht an…
Freue mich schon aufs Klassentreffen. Bis dann
1. March 2006 at 22:27
Thommi
@Alexandra: Ich möchte doch aber hoffen, dass man mir ansieht, dass ich schon so lange aus der Grundschule bin
Ich werde ja dann sehen, wie die anderen sich gehalten haben. Bin schon neugierig…